
Bevor wir das gute Stück jedoch einstöpseln und die Tasten quälen, werfen wir einen Blick auf das Äußere. Razers Alternative weicht in der Form, im Design und auch im Gewicht von Microsofts Original ab. Der Hersteller beschreibt dies als „Verbesserte Ergonomie für die ideale Positionierung der Hand“, das ist letzten Endes reine Geschmackssache. Ich als Tester stimme dieser Aussage zu. Zum Gewicht lässt sich sagen, dass unser neues Spielzeug um einiges weniger wiegt als das Original von Microsoft, unerheblich ob mit oder ohne Batterien. Weiterhin fällt auf, dass die Positionen der Start- und Back-Tasten verändert wurden. Diese sind nicht wie gewohnt mittig links und rechts vom Guide zu finden, sondern ganz vorne am Controller nebeneinander. Ob das einen Unterschied macht bzw. einen Vorteil gibt, ist fraglich. Ich denke, die Gewohnheit spielt eine große Rolle. Anfangs habe ich noch verzweifelt gesucht, als Ich beim zocken pausieren wollte: „Wo ist denn der blöde Pausenknopf?!“. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich an dieses Layout. Einen größeren Unterschied macht das von Grund auf neu entwickelte Digital Pad, das von einem Steuerknopf zu einem Präzisionsknopf mit vier Richtungspfeilen transformiert wurde. Abgerundet wird das Erscheinungsbild vom edlen schwarzen Design, der leicht glänzende Gummischicht und dem schwungvollen Logo der Marke Razer. Zu guter Letzt sind fallen noch die zwei selbst einzustellenden Knöpfe auf, die über den LB/RB Tasten platziert sind.
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Licht AN!
Genug des Augenschmauses, ran an den Speck! Wie bei der Konsole üblich, kann der Spaß relativ schnell beginnen. Die Verpackung, die im Übrigen praktisch wiederverschließbar ist, ist schnell geöffnet. Controller raus, USB in die Xbox rein und ab dafür. Das Kabel ist üppige 4,5 Meter lang, so kann der Controller auch von abseits campierenden Spielern ohne Verlängerungskabel genutzt werden. Schön ist die Schutzummantelung des Kabels und der Quick-Release. Ein randalierendes Kind, ein fliehendes Haustier oder ein waschechter Tölpel ist also keine Gefahr mehr für unser Hightech-Gerät, zumindest solange es sich in sicheren Gamerhänden befindet. Sobald der Controller endlich angeschlossen ist, gibt es den ersten Aha-Moment, denn sofort springt die stylische Hintergrundbeleuchtung der ABXY-Tasten in den richtigen Farben (grün, rot, blau, gelb) an. Das sieht nicht nur toll aus, sondern sorgt gerade in der Dunkelheit für eine gute Atmosphäre.
Analogstick, drehe dich!
Also dann! Für die Atmosphäre ist gesorgt, das Spiel ist geladen und wir können loslegen. Aber Moment, wozu haben wir denn die Tournament Edition, wenn wir ihre Vorteile überhaupt nicht ausnutzen? Sicher, am Gummiüberzug gibt es nicht viel einzustellen, wohl aber an den Analogsticks. Wie oben schon in den Fakten beschrieben, bietet die 10€ teurere Edition auch einen verstellbaren Widerstand für die beiden Sticks. Ob jemand mehr oder weniger Widerstand favorisiert, mit der Razer Onza ist das kein Problem. Dafür drehen wir einfach die Sticks nach links oder rechts, bis wir eine Stufe erreicht haben, die gefällt. Ich persönlich habe mir den Widerstand für den Test recht hoch gedreht und möchte eigentlich nicht daran denken, bald wieder normal spielen zu müssen.
Wünsch dir was!
Wie auch Madcatz‘ Black Ops Controller, bietet Razer zwei zusätzlich belegbare Knöpfe an. Doch während man sich beim Precision AIM Controller für zwei aus vier Tasten zu entscheiden hat, lässt Razer dem Spielgenie die freie Wahl - beide Tasten können mit jeder möglichen Taste des Controllers belegt werden. Wie oben erwähnt, befinden sich die freien Tasten noch über LB/RB, sie weisen auch die gleiche Form auf. Die Belegung funktioniert denkbar einfach. Man hält den entsprechenden Remap-Knopf an der Unterseite des Pads gedrückt und drückt dann den Knopf, den die entsprechende Taste belegen soll. Toll: die unteren Knöpfe haben einen großen Widerstand, so dass versehentliches umbelegen ausgeschlossen ist. Doch was bringen diese Extratasten im Spiel? Ich bin der Meinung, dass ihre Positionierung direkt über den LB/RB Tasten suboptimal ist. Ehrlich gesagt, habe ich diese Tasten kaum benutzt. Hier geht der Punkt klar an MadCatz, die ihre Extratasten bequem auf die Unterseite legen, wo ohnehin zwei Finger liegen. Auch das verdrücken / versehentliche Benutzen der Tasten wird hin und wieder zum Problem, da die Tasten leider auch nicht deaktivierbar sind. Ich möchte meine Meinung jedoch gerade bei einem so subjektiven Punkt nicht verallgemeinern und dem Controller zum Nachteil gereichen, vielleicht können sich andere Spieler mit diesen Tasten und ihrer Positionierung schneller anfreunden.
Kurzer Anschlag / Langer Anschlag
In den ersten Spielen merkt man sofort einen Unterschied zum herkömmlichen Pad. Wenn man sich an die neue Form und an das Layout gewöhnt hat, geht die Navigation und das Anvisieren flüssig von der Hand. Die ABXY-Tasten haben einen wesentlich kürzeren Anschlag, können leichter und schneller gedrückt werden - ein Vorteil und eine Behaglichkeit, die ich nicht mehr missen will. Die Analogsticks sind präzise und lassen sich dank des individuell anpassbaren Widerstands wunderbar bedienen. Auch über das neue DPAD gibt es nur Positives zu berichten. Klar, auch daran muss man sich gewöhnen, denn ein einfaches Schieben nach rechts mit dem linken Daumen ist nicht mehr drin. Die einzelnen Pfeiltasten wollen gedrückt werden, und das auch mit einer gewissen Kraft. Das führt anfangs eventuell zu Fehleingaben, auf die Dauer reduziert dies aber auch Missgeschicke, bei denen man versehentlich in eine andere Richtung drückt.
Ich kann PC, oder auch nicht!
Wie auch Microsofts Standard Xbox 360 Controller, ist Razers Onza mit dem PC kompatibel. Weil unser Testobjekt aber über USB und nicht über Funk funktioniert, wird dafür kein 20 € teurer Empfänger benötigt. Hier enttäuscht Razer trotzdem das erste und einzige Mal. Als PC-Enthusiast packt man das Gerät aus und steckt den USB-Anschluss in die Buchse, doch außer der anspringenden Hintergrundbeleuchtung passiert nicht viel. Nach einer CD/DVD mit Treibern sucht man vergeblich. Lediglich im Quick-Installation-Buch findet sich ein Hinweis, man solle den Treiber aus dem Internet herunterladen. In Zeiten der Klima- und Rohstoffdebatten ist diese Entscheidung der Hersteller mit einem weinenden Auge zu begrüßen, auch wenn es im Jahre 2011 noch immer Haushalte ohne Internet gibt. Die permanenten Treiber-Updates machen eine CD/DVD ohnehin schnell überflüssig, nicht selten landet sie einfach im Hausmüll. Zum Glück wiegt der Treiber nur rund 7 MB. Um ihn herunterzuladen, muss man ihn jedoch erst einmal finden. Der angegebene Link
http://www.microsoft.com/hardware/downloads führt zu einer Übersicht, die etwas 100 Treiber listet. Im Tab "Gaming" ist dann der Treiber für den Controller versteckt und zwar unter dem Namen "Xbox 360 Controller for Windows", nach einem Razer-Treiber sucht man vergeblich. Einmal in der jeweiligen Sprache und Version heruntergeladen (XP/XP 64, Vista/Vista 64, Win 7/Win 7 64), funktioniert das Gerät nach einem Neustart immerhin tadellos.
Fazit:
Wer sich den Razer Onza als Controller des Vertrauens zulegt, trifft auf keinen Fall eine Fehlentscheidung. Viele Features und Verbesserungen machen das Gerät vielleicht nicht zum Controller 2.0, aber auf jeden Fall zum Eingabegerät 1.5. Fakt ist jedoch, dass das Stichwort in den ersten Tagen oder vielleicht auch länger Geduld ist. Denn die andere Form, der kürzere oder längere Anschlag oder auch das andere Tastenlayout brauchen Zeit und Gewöhnung. Das ist aber bei jedem Neukauf der Fall. Ist man eingespielt, will man nicht mehr auf den Onza verzichten. Besonders schön ist, dass sich alle beworbenen Verbesserungen auch als solche herausstellen, oft ist das leider nicht der Fall. Die Frage für den Kunden bleibt letztendlich, ob sich die 10€ teurere Tournament Edition lohnt, oder ob die Standardvariante ausreicht. Der Unterschied besteht zusammenfassend aus dem verstellbarem Analogstick-Widerstand und der Gummioberfläche. Da ich jedoch kein Vergleichsobjekt ohne Gummiüberzug habe, möchte ich mir hier kein Urteil erlauben und überlasse jedem Spieler sein eigenes Urteil. Alleine der anpassbare Widerstand ist für mich ein Kaufargument, weshalb ich mich für die Turnier-Variante entscheiden würde.
Plus:
- etwas kostengünstigere Version für den Casualgamer verfügbar
- belegbare Tasten
- veränderbare Widerstände
- kürzere ABXY-Anschläge
- bequemes Layout
- PC-Kompatibilität
- Anti-Rutsch-Gummibeschichtung
- Quick-Release USB
- sehr genaues DPAD
- elegantes schwarzes Design
Minus:
- Kabelgebunden
- unzureichend dokumentierter PC-Treiber
- belegbare Tasten oft aus Versehen gedrückt / nicht deaktivierbar
CallofDutySeries.de Testurteil:
Natürlich gibt es auch dieses gute und durch die Berührung meiner Hand nochmals im Wert gesteigerte Testexemplar zu gewinnen. Das ist denkbar einfach und nachdem ihr beim Crysis 2-Gewinnspiel ohne Technik teilnehmen durftet, ist diesmal Photoshop und Co. erlaubt. Wir wollen euch oder euren Zockerkeller oder eure Spielecke mit dem vorgegebenen Razer-Logo (siehe unten) verziert sehen! Ob das per Ausdruck oder via Technik geschieht, ist euch überlassen. Eure Fotos bitte als Vorschaubild (Thumbnail) posten, andernfalls wird der Beitrag gelöscht!
Razer PNG:
Wer mit seinen „Foto-Beitrag“ teilnehmen möchte füllt auch bitte das Überschriftenfeld aus - die Zeile über dem Textfeld – mit „Ich will“ oder „I need!“, „Super Gewinne“, „Mein Gewinn für das Kamel“ o.ä. Mehrfachbeiträge sind möglich, erhöhen aber nicht eure Gewinnchance. Es zählen alle gültigen Beiträge die bis zum 21.05.2011 um 18:59 Uhr abgegeben wurden. Da es sich um ein Testexemplar handelt, ist die Verpackung bereits geöffnet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir behalten uns vor Beiträge zu löschen und Teilnehmer auszuschließen. Der Versand erfolgt nur nach Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol (Bedankt euch bei Frei.Wild!). Alle Gewinner werden nur über das INTERNE Mailsystem (PN) benachrichtigt, sollte sich ein Gewinner nicht innerhalb von 14 Tagen nach Gewinnspielende melden, wird der Gewinn anders eingesetzt.