
Der vierte Hardwaretest liegt vor, und endlich wird es auch für die Konsolenspieler – insbesondere für alle XBox Gamer – interessant. Getestet wird diesmal der Black Ops PrecisionAim-Controller aus dem Hause MadCatz. Dazu gibt es noch eine echte Premiere, denn jetzt legt zum ersten Mal eine Frau ihre zarte Hand an.
Im Gegensatz zu den PC-Gamern müssen wir Consoleros uns natürlich nicht mit Treibern und ähnlichem Schnickschnack befassen, und somit heißt es: Den USB-Anschluß eingestöpselt und ab geht es in die erste Testrunde des neuen Controllers! Doch Halt! Vor das Spiel hat der Hersteller das Öffnen der Verpackung gesetzt. Und diese ist eine völlig verbraucherunfreundliche, die großes, scharfes Schneidwerkzeug und etwas Geduld benötigt, bis man den begehrten Inhalt in den Händen hält.
Nach kurzem Kampf stellt sich der erste Kontakt aber mehr als positiv dar. Die Optik überzeugt auf den ersten Blick. Ein mattschwarzer Controller mit silbernen Black Ops Logos, Call of Duty Aufschriften und weiteren Verzierungen schmeichelt nicht nur dem weiblichen Auge. Lediglich die A/B/Y/X-Tasten dürften auch noch schwarz mit silberner Beschriftung sein, diese sind jedoch bunt, wie gewohnt. Die Analog-Sticks sind blutrot hintergrundbeleuchtet, was sehr schick aussieht. Die gummierte Oberfläche und die gerillten Griffstücke liegen sehr angenehm in der Hand und überzeugen auch bei längeren Spielzeiten. Ja, wäre das Pad nicht via Kabel mit der Xbox verbunden, würde ich es alleine wegen des samtartigen Gefühls der Beschichtung nicht mehr aus der Hand legen.
Womit wir zum ersten Manko kämen: Während der Controller in der PS3 Version kabellos ist, besitzt die XBox 360 Version ein ca. 3 Meter langes, mit vergoldetem USB-Anschluß versehenes Kabel. Dieses ist jedoch immerhin sehr stabil, edel stoffummantelt und weist eine Abreißkopplung auf. Diese Sicherung verhindert, dass ihr versehentlich die gesamte Konsole herunterzieht, solltet ihr mal über das Kabel stolpern:
Sicherung geschlossen, das Kabel ist stoffummantelt:

Goldener USB Anschluss:

Neben den Standardtasten besitzt der Controller auf der Rückseite zwei zusätzliche „Combat“ Knöpfe inklusive dazugehöriger Schieberegler, welche gut mit den Mittelfingern zu erreichen sind. Aber was kann man damit machen? Nach weiblicher Art und Weise werden die Tasten und Schalter nicht einfach in beliebiger Kombination ausprobiert (das bleibt den Herren vorbehalten), sondern die beiliegende Gebrauchsanleitung gezückt und sorgfältig studiert. Doch Moment! Nachdem der in Mikroschrift verfasste Text auf diesem äußerst kleinen Blatt Papier mir lediglich ein großes Fragezeichen ins Gesicht gezaubert hat, bleibt mir letztendlich doch nur die männliche Methode – „Chaotic learning by chaotic doing.“
Dringend solltet ihr euch aber die Warnhinweise durchlesen, denn die dort aufgeführten Formulierungen sorgen für echte Belustigung: „Bedienen Sie die Einheit ausschließlich mit den Händen. Bringen sie die Einheit nicht in Kontakt mit Ihrem Kopf oder mit Ihrem Gesicht oder in die Nähe von anderen Körperteilen.“ Schade, denn das Pad besitzt natürlich auch tolle Vibrationseffekte, hier „Dual Vibration Feedback“ genannt. Ach, und was bedeutet eigentlich: „Keinen Wickeln die Kabel nicht um Körperteile von Personen.“? Das hat wohl Google übersetzt.
Die Combat 1 Tasten für die linke Hand:
Die Combat 2 Tasten für die rechte Hand:

Die rückwärtigen Combat-Tasten können auf je vier verschiedene Arten eingestellt werden:
Combat1 - für die linke Hand, lässt sich belegen mit A, B, LSB (linker Stick gedrückt) und LP (PrecisionAim für linken Analog-Stick).
Combat2- für die rechte Hand, lässt sich belegen mit X, Y, RSB (rechter Stick gedrückt) und RP (PrecisionAim für rechten Analog-Stick).
A, B, X und Y sind eindeutig, wobei z.B. die Belegung von A auf Combat1 es ermöglicht, sich beim Springen einfacher zu drehen, da man den Analog-Stick nicht mehr loslassen muss. Mit RSB und LSB lassen sich z.B. Rennen und Nahkampfangriff auf die Tasten legen. Aber was ist mit RP und LP? Hiermit aktiviert man PrecisionAim (gesprochen Prösischnäiim, nicht allzu einfach für den deutschen Mund). Dabei wird die Achsensensibilität herabgesetzt, was das Anvisieren, insbesondere bei großen Entfernungen und sehr kleinen Zielen, erheblich vereinfacht. Bei Aktivierung von PrecisionAim für den rechten Stick bewegt sich das Fadenkreuz bedeutend langsamer und genauer. Das ist nicht nur für traditionelle Sniper interessant (falls es diese noch gibt), auch für Sturmgewehrfreunde ist das für große Zielentfernungen ein spannendes Extra. Bei der Aktivierung für den linken Stick bewegt man sich allerdings selbst wie in Zeitlupe. Dieser Sinn ist mir, zumindest im Testspiel MW2, verborgen geblieben, hat aber alle anderen gefreut, die es viel einfacher hatten, mich zu treffen.
Der für mich erhebliche Nachteil der Combat-Tasten ist, dass sie nicht komplett abzuschalten sind. Da der Druckpunkt der Tasten sehr gering ist, (im Spiel, wenn man es haben möchte, durchaus wünschenswert) löste ich Combat1 oder 2 auch schon mal versehentlich aus, was dazu führte, dass ich manches Mal unabsichtlich und völlig unpassend seltsame Sachen veranstaltete, bis ich mich an die neuen Tasten erinnerte.
Die Sensibilität der Analog-Sticks ähnelt der der Originalcontroller von Microsoft. Auch die Tasten und die Bumper ähneln dem Original. Die Trigger jedoch weisen beim PrecisionAim Controller mehr Widerstand auf, was ich im Spiel als sehr angenehm empfunden habe.
Fazit:
Die ansprechende Optik des Controllers ist, für mich als Frau, eigentlich schon allein ein Kaufgrund. Doch da der PrecisionAim Controller auch sehr gut – bis auf ganz kleine Schwächen – im Spiel überzeugen konnte, bekommt er eine Kaufempfehlung - für jeden, der sich nicht scheut, die dafür vorgesehene UVP von 49,99 Euro zu bezahlen. Zum Vergleich: Der kabellose Controller von Microsoft kostet um die 40 Euro.
Positiv:
+Oberflächenbeschaffenheit / Griffigkeit
+ höherer Triggerwiderstand
+ Combat-Tasten
+ PrecisionAim
+ Optik
Negativ:
- relativ hoher Preis
- kabelgebunden
- Combat-Tasten können nicht deaktiviert werden, versehentliche Benutzung der Combat-Tasten möglich
Damit mein höchst subjektives Testurteil: GUT

Natürlich ist auch dieser Controller zur Verlosung freigegeben. Er hat einige Tage in meinem Schoß verbracht und ist damit besonders wertvoll! Die Teilnahme ist denkbar einfach und erfolgt (fast) automatisch! Dafür müsst ihr einfach einen sinnvollen Beitrag in diesem Thread (eure Meinung zum Produkt oder dem Test etc.) hinterlassen.
WICHTIG: Nur diejenigen, die an der Verlosung teilnehmen möchten, füllen bitte im Postfenster das Überschriftenfeld aus, z.B. mit „Will haben“, „Bin dabei“ o.ä. Einwortbeiträge oder sinnfreie Posts werden nicht berücksichtigt, auch erhöhen mehrfache Beiträge nicht eure Gewinnchance. Einsendeschluss ist der 06. November 19:00 Uhr. Da es sich um ein Testexemplar handelt, ist die Verpackung bereits geöffnet. Der glückliche Gewinner wird hier bekannt gegeben. Viel Glück!